Pentax K-m

Kurzbeschreibung

Im Segment der digitalen Spiegelreflexkameras für Einsteiger und Halbprofis hat Pentax bislang nicht für Furore gesorgt und auch keine Rekorde aufgestellt. Dies wird jetzt anders, denn Pentax bietet mit der K-m eine digitale Spiegelreflexkamera mit Objektiv im Kit für unter 500 Euro an. Ob der günstige Preis dennoch eine gute Leistung verspricht oder ob die Kamera nur mit kompakten Digitalkameras konkurrieren kann, zeigt der Test.

Bildqualität

In Sachen Bildqualität hat die Kamera erstmal eine solide Technik aufzuweisen. Mit einer Auflösung von 10 Megapixeln bietet die Pentax K-m nichts herausragendes, der CCD-Sensor misst 23,5 x 15,7 Millimeter. Nun aber zur Frage der Fragen, wie gut ist den nun die Bildqualität? Erstaunlich gut. Die Pentax K-m kann sicherlich mit einigen Einsteigermodellen im unteren Preissegment mithalten. Die Aufnahmen bei idealen Lichtverhältnissen sind kontrastreich und verfügen über eine hohe detailtreue. Die Kamera verfügt über eine Gesichtserkennung und einen Autofokus der es dem Nutzer ermöglicht, scharfe Bilder mit einem guten Kontrastverhältnis aufzunehmen. Bei schwierigeren Lichtverhältnissen merkt man jedoch die begrenzten Möglichkeiten der K-m. Schon bei ISO-Werten um 200 beginnt die Kamera mit Bildrauschen, mit jeder Erhöhung wird das Bildrauschen auch entsprechend stärker.

Im Vergleich zu besseren Kompaktkameras kann die Pentax K-m nicht wirklich überzeugen, nutzt man das standardmäßige 18-55mm Objektiv geben die meisten Digitalkameras mehr her. Der Vorteil ist jedoch, dass man bei der Pentax die Objektive beliebig wechseln kann und entsprechend auch mit Profiobjektiven fotografieren kann. Ob das die 4 Mignon Batterien mit machen, ist eine andere Frage, tut hier aber erstmal nichts zur Sache. Immerhin verfügt die Pentax K-m über einen eingebauten Bildstabilisator, der für scharfe und unverwackelte Bilder sorgt. Teure Objektive mit eingebautem Stabilisator sind überflüssig und wären gemessen am Body auch übertrieben.

Geschwindigkeit

Die Geschwindigkeit der kleinen Spiegelreflexkamera ist erstaunlicherweise gut, hier hat Pentax offensichtlich nicht am Zwischenspeicher gespart. So schafft die Kamera bei Serienbildaufnahmen 3,5 Bilder pro Sekunde. Gute Konkurrenzmodelle schaffen 3 Bilder pro Sekunde, was auch gleichzeitig eine gewisse Messlatte darstellt. Aus dieser Sichtweise ist die sehr günstige Kamera mehr als nur konkurrenzfähig. Auch die Betriebsgeschwindigkeit ist ordentlich, die Kamera benötigt beim Scharf stellen nicht viel Zeit und das Menü hat dank der überschaubaren Funktionen auch keine langen Wartezeiten.

Ausstattung

Was kann man also für 500 Euro inklusive Objektiv erwarten, mit Sicherheit nicht die beste Ausstattung. Allerdings kann man gleich vorne weg sagen, dass die Pentax K-m alles wichtige und nötige mitbringt. So verfügt die Kamera über ordentliche 10 Megapixel, was sicherlich für eine digitale Spiegelreflexkamera nichts besonderes mehr ist. Auch kompakte Digitalkameras liefern meist mehr als 10 Megapixel. Der eingebaute Bildstabilisator sorgt dafür, dass die Bilder nicht verwackeln. Würde man diesen nicht der Kamera gönnen, so wäre der günstige Einstiegspreis durch teure Objektive mit Stabilisator wieder egalisiert. Einige wesentlich teurere Modelle der Konkurrenz besitzen beispielsweise keinen Bildstabilisator. Das auf der Rückseite eingelassene Display misst 2,7 Zoll und bietet eine Auflösung von 230000 Pixeln. Dies ist leider nicht wirklich berauschend, denn die meisten Displays haben eine Auflösung die dreimal so hoch ist. Das Bildbetrachten mit dem Display ist teilweise ein Krampf, wenn man wirklich auf das Detail schaut. Im Zweifelsfall sollte man lieber das ein oder andere Bild mehr vom gewünschten Motiv machen.

Das Menü beinhaltet die wichtigsten Funktionen ohne dabei überfrachtet zu wirken, wie auch, denn die K-m besitzt weniger Einstellmöglichkeiten als aktuelle Modelle auf dem Markt. Zum Ausstattungsumfang gehört ebenfalls eine Sensorreinigung, die das Wechseln der Objektive einfach und sicher macht. Leider spart Pentax am Akku, denn diesen gibt es nicht dazu. Man benötigt 4 Mignon Batterien, im Übrigen ist dieser Umstand auch von teureren Pentax Modellen bekannt. Hier sollte man wirklich nachbessern, denn das nervige Wechseln der Batterien oder das Aufladen per separatem Ladegerät ist nicht schön. Vorteil ist jedoch, dass die Stromversorgung nicht an Performance verliert. Bei anderen Kameras mit Lithium Ionen Akku kann man öfter beobachten, dass diese mit der Zeit nicht mehr die Kapazität aufweisen können, die man gewohnt ist.

Besonderheiten

Die Besonderheiten der Kamera sind eher als Standard auf dem Markt zu betrachten, in der Tat können auch alle digitalen Spiegelreflexkameras mehr als die Pentax K-m. Verdächtig ist jedoch der Preis, denn dieser ist sehr gering. Leider muss man durch diesen auch einige Einschränkungen in Kauf nehmen und auf Leistung, sowie Ausstattung verzichten. Als potentieller Käufer muss man sich überlegen, ob man nicht den einen oder anderen Euro mehr ausgibt und ein besseres Modell kauft. In dieser Preisklasse sind mittlerweile auch etablierte Kameras vertreten, die eben schon als Auslaufmodell gelten, da sich die Nachfolger auch wieder auf dem Markt etabliert haben. Die Pentax K-m bietet für das was sie kann gute Ergebnisse, jedoch erzielen diese auch kompakte Digitalkameras die noch mal günstiger sind. Ehrlicherweise wird sich wohl kaum ein ambitionierter Einsteiger mit dieser Leistung zufrieden geben. Ein gelegentlicher Fotograf wird lieber auf eine gute Kompaktkamera bauen und gleichzeitig die deutlich geringeren Abmaße schätzen. Damit dürfte der Käuferkreis der Pentax K-m wohl eher beschränkt sein. Der Preis alleine wird Käufer nämlich nicht anlocken.

Fazit

Die Pentax K-m ist keine schlechte Kamera, sie bietet für ihren niedrigen Einstiegspreis eine solide Leistung. Die Bildqualität kann unter normalen Bedingungen und bei einfachen Aufnahmen überzeugen. Das Blatt wendet sich jedoch, wenn die Bedingungen schlechter werden oder der Anspruch größer wird. Das Problem dieser Kamera ist eigentlich, dass sie deutlich hinter dem Feld der digitalen Spiegelreflexkameras her hinkt und zum anderen leistungstechnisch auch kompakte Digitalkameras fürchten muss. Diese sind wiederum deutlich günstiger und bieten das größere Universaltalent. Wer soll also die Pentax K-m kaufen? Einsteiger ohne große Ambitionen können vielleicht mit der Kamera glücklich werden, alle anderen eher nicht.

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