Sony Alpha A580L
Kurzbeschreibung

Auch wenn Sony vermutlich nicht der erste Name ist, der einem in den Sinn kommt, wenn es um das Thema digitale Spiegelreflexkameras geht, ist die Firma aus Japan doch dabei, sich langsam aber sicher zu einer festen Größe auf eben diesem Markt zu etablieren. Die Sony Alpha 580 stellt den Versuch dar, eine Kamera zu entwickeln, die der Konkurrenz in der gehobenen Mittelklasse das Fürchten lehrt. Ob dieser Versuch gelungen ist, soll der folgende Test zeigen.
Bildqualität
Der Chip der A580 bietet eine Auflösung von 16 Megapixeln, ein Wert, der zwar nicht ausreichen wird, wahrhaft neue Maßstäbe zu setzten, der aber allemal ausreicht, um nicht störend aufzufallen. Und wenn es darum geht, welche Leistung die A580 aus ihrem Chip heraus holt, muss sie sich nicht vor der Konkurrenz verstecken. Die Auflösung präsentiert sich als solide, steht jedoch etwas hinter den Klassenbesten zurück.
Das Rauschverhalten hingegen kann beim besten Willen nur als makellos beschrieben werden. Bis zu einem ISO-Wert von rund 1.6000 sind die Bilder der A580 so rauscharm, dass kein Grund zur Kritik entsteht. Ein besonderes Highlight hält die A580 außerdem bereit: Reicht das vorhandene Licht nicht aus, eine herkömmliche Aufnahme zu machen, lässt sich der ISO-Wert bis auf beeindruckende 25.600 erhöhen, um damit eine Serie von Bildern zu schießen, die die Kamera anschließend zusammensetzt. Dass das Ergebnis einer solchen Aufnahme nicht perfekt ist, versteht sich von selbst, aber die Möglichkeit, trotz widriger Umstände noch ein Foto zu machen, ist Entschädigung genug, wenn man sonst ganz leer ausgegangen wäre.
Geschwindigkeit
Wer häufiger Serienbilder fotografiert, sollte einen genauen Blick auf die A580 werfen. Mit aktiviertem Autofokus sind bis zu fünf Bildern in der Sekunde möglich. Das ist zwar schon ein recht beachtlicher Wert, er wird aber noch gesteigert, wenn auf den Autofokus verzichtet wird. Dann sind nämlich sogar sieben Bilder pro Sekunde machbar.
Ausstattung
Natürlich ist auch die A580 mit einer Videofunktion ausgestattet, die im Gegensatz zu einigen anderen Kameras, auch echtes Full HD aufnehmen kann. Allerdings ist auch die A580 nicht perfekt und bringt so manches Problem mit, das auch aus anderen Geräten schon hinlänglich bekannt ist. Zwar ist die eigene Taste, die die Videofunktion sofort startet, ein nettes Extra, da sich der Fotograf im Eifer des Gefechts nicht erst durch die Menüs klicken muss, aber wenn es um die Beeinflussung der Ergebnisse geht, bekommt der Benutzer recht wenig Mitspracherecht. Weder die Blende noch die Bildfrequenz können vom Nutzer beeinflusst werden und sind allein Aufgabe der Kamera. Der ansonsten gute Autofokus steht beim Filmen
außerdem auch nicht zur Verfügung. Wer seine Kamera viel zum Filmen benutzen möchte, wird vermutlich mehr erwarten als die A580 liefern kann.
Das Display der A580 kann hingegen überzeugen. Es lässt sich ausklappen und bietet damit die Möglichkeit, bequemer zu arbeiten als bei einem starren Display. Mit über 900.000 Pixeln verfügt es außerdem über eine überraschend gute Auflösung und liefert gestochen scharfe Bilder, die die Motivauswahl erleichtern.
Besonderheiten
Die A580 bringt gleich zwei Funktionen mit, die wirklich keine Selbstverständlichkeiten sind und daher als besonderes Kaufargument gelten können. Zum einen ist da die Möglichkeit, HDR-Fotos aufzunehmen und direkt in der Kamera verarbeiten zu lassen. Dabei werden drei Fotos mit unterschiedlichen Blenden aufgenommen, die die Kamera zu einem neuen Bild zusammensetzt. Dabei entsteht ein wesentlich höherer Dynamikumfang, als mit einem herkömmlichen Foto möglich gewesen wäre. Derartige Bilder ohne einen Computer aufnehmen zu können, ist eine praktische Funktion, die sich nur in wenigen Kameras finden lässt.
Die zweite große Besonderheit der A580 ist der Sweep Panorama-Modus, den Besitzer einer anderen Sonykamera unter Umständen schon kennen. Hierbei schwenkt der Fotograf eine Landschaft ab und die Kamera macht selbstständig Fotos, die sie danach automatisch zu einem großen Bild zusammensetzt. Wer einen entsprechenden Fernseher besitzt, kann sich diese Bilder sogar in 3D ansehen. Da die Kamera über einen HDMI-Ausgang verfügt, ist es auch kein Problem, die Fotos auf das TV-Gerät zu übertragen.
Fazit
Die Bildqualität und die Ausstattung der A580 können überzeugen und die Kamera auch für erfahrenere Fotografen interessant machen. Die Möglichkeit, HDR-Aufnahmen zu machen stellt dabei ebenso einen echten Pluspunkt dar wie der Panorama-Modus. Einzig die Videofunktion bietet Raum zu Kritik, wobei auch diese kein wirklicher Ausfall ist, sondern einfach noch besser hätte sein können. Einer Kamera wie der A580 sollte es also nicht schwerfallen, ihr Publikum zu finden.
Bewertung
| Bildqualität | 9 / 10 |
| Ausstattung | 10 / 10 |
| Ergonomie/Haptik | 8 / 10 |
| Geschwindigkeit | 9 / 10 |
| Gesamt | 9 / 10 |
Technische Daten
| Sensor | |
| Typ/Größe | CMOS-Sensor (23,5 x 15,6 mm) |
| Auflösung | 16,7 Megapixel, eff. 16,2 Megapixel |
| Automatische Reinigung | Staubreduzierung (Bildsensorvibration), Antistaub-Beschichtung |
| Aufnahme | |
| Anzahl AF-Sensoren insg./ davon Kreuzsensoren |
15/3 |
| Verschlusszeiten | 30-1/4.000 s und Langzeit |
| Blitzsynchronzeit | 1/160 s |
| Belichtungsmessung | TTL-Messtechnologie (OVF), 1200-Zone-Bewertungsmessung (LV) |
| Belichtungskorrektur | +/- 2 Blendenstufen |
| ISO | 100-12800 |
| Weißabgleich | Tageslicht, Schatten, Bewölkt, Kunstlicht, Fluoreszierendes Licht, Blitz |
| Video-Funktion | Ja |
| Ausstattung | |
| Bajonett | Sony α-Bajonett |
| Display Größe / Auflösung | 2,7-Zoll-LCD / ca. 230.000 Bildpunkte |
| Liveview | Vorhanden |
| Leitzahl interner Blitz | 12 |
| Schnittstellen | 1 x HDMI-Ausgang 1 x USB 1 x Mikrophon |
| Speichermedium | SD Memory Card, Memory Stick PRO Duo, SDXC Memory Card, Memory Stick PRO-HG Duo HX, SDHC-Speicherkarte, Memory Stick PRO-HG Duo |
| Abmessungen (BxHxT in cm) | ca. 137 x 104 x 84 mm |
| Gewicht Gehäuse | ca. 599 g |
| Geschwindigkeit | |
| Bilder pro Sekunde | max. 7 |




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